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Nebenprodukte sinnvoll weiterverwerten: Unser Upcycling-Ansatz wird von ProMarca ausgezeichnet

Publiziert am 27 August 2026
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Der 2. Platz beim Promarca Brand Sustainability Award 2026 würdigt den Ansatz der Groupe Minoteries SA für eine stärker kreislauforientierte Ernährung

Eine Auszeichnung, die die Verwertung von Lebensmittelnebenprodukten würdigt

Wie lassen sich Nebenprodukte aus der Lebensmittelverarbeitung sinnvoll weiterverwerten und gleichzeitig konkrete Mehrwerte für unsere Kunden schaffen? Auf dieser Grundlage entwickeln wir unsere Bemühungen im Bereich Upcycling seit mehreren Jahren kontinuierlich weiter.

Am 24. August 2026 wurde dieses Engagement mit dem geteilten 2. Platz beim ProMarca Brand Sustainability Award 2026 ausgezeichnet – gemeinsam mit Barilla Schweiz. Eine grossartige Bestätigung für unser Projekt, bei dem Nebenprodukte aus der Lebensmittelverarbeitung zu funktionellen Zutaten für die Bäckerei und Lebensmittelindustrie weiterverarbeitet werden.

Vom Nebenprodukt zur funktionellen Zutat

Weizenkleie aus der Müllerei, Treber aus dem Bierbrauprozess oder die bei der Herstellung von Erbsenproteinkonzentraten anfallende Stärkefraktion: Diese Materialien verfügen über interessante ernährungsphysiologische, geschmackliche oder technologische Eigenschaften, werden jedoch bislang noch zu wenig für die menschliche Ernährung genutzt.

Unser Engagement besteht darin, ihnen einen neuen Wert zu verleihen, indem wir sie zu funktionellen Zutaten verarbeiten, die sich einfach in die Produktionsprozesse unserer Kunden integrieren lassen.

Konkret hat dieser Ansatz zur Entwicklung von drei Lösungen geführt:

  • Konzentrat Gourmet Vollkorn IP-SUISSE, hergestellt auf Basis von Weizenkleie;
  • Granulat Erbse IP-SUISSE, hergestellt aus der Stärkefraktion, die als Nebenprodukt bei der Produktion von Erbsenproteinkonzentraten anfällt;
  • Assemblage Braumeister Swissness, entwickelt auf Basis von Biertreber.

Drei sekundäre Rohstoffe, drei konkrete Anwendungen – aber ein gemeinsames Prinzip: Ressourcen schonen und gleichzeitig einen konkreten Mehrwert im Endprodukt schaffen.

Eine Lösung muss auch den Anforderungen des Alltags gerecht werden.

Für die GMSA kann Upcycling nicht bei der blossen Verwertung eines Nebenprodukts enden. Damit eine Lösung langfristig eingesetzt wird, muss sie auch den täglichen Anforderungen von Bäckereien und Lebensmittelherstellern gerecht werden: Qualität, Funktionalität, Geschmack, Ausbeute und einfache Anwendung.

Deshalb werden unsere Zutaten unter realen Backbedingungen in unserer Versuchsbäckerei entwickelt und getestet, dies, um ihre Leistungsfähigkeit im Endprodukt zu beurteilen.

  • Das Konzentrat Gourmet Vollkorn IP-SUISSE trägt unter anderem zum Brotvolumen, zum Ballaststoffgehalt, zum Geschmack und zur Frischhaltung bei.
  • Das Granulat Erbse IP-SUISSE verbessert die Teigausbeute und trägt zu milden, weichen Broten mit knuspriger Kruste bei.
  • Die Assemblage Braumeister Swissness wiederum wertet proteinreichen und ballaststoffhaltigen Biertreber auf und verleiht den Produkten gleichzeitig ein charakteristisches Aromaprofil.

Je nach Anwendung ermöglichen diese Lösungen die Integration von bis zu 12 % aufgewerteten Nebenprodukten in neue Rezepturen. Sie sind 100 % Clean Label, und bei bestimmten Anwendungen lässt sich die Ausbeute um bis zu 10 % steigern.

Kreislaufwirtschaft, die sich in bestehende Wertschöpfungsketten integrieren lässt

Eine der zentralen Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft besteht darin, den Schritt vom Konzept zu tatsächlich industriell einsetzbaren Lösungen zu schaffen.

Sammlung, Stabilisierung, spezifische Vermahlung, thermomechanische Verfahren, Formulierung und Backversuche: Die Verarbeitung eines Nebenprodukts zu einer leistungsfähigen Lebensmittelzutat erfordert die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette.

Genau diese Fähigkeit, Kreislaufwirtschaft in konkrete Anwendungen zu übertragen, wurde von der Jury des ProMarca Brand Sustainability Award 2026 gewürdigt. ProMarca hebt insbesondere die Fähigkeit des GMSA-Projekts hervor, bislang wenig genutzte Nebenströme in industriell einsetzbare Zutaten umzuwandeln, ihren ernährungsphysiologischen Wert zu steigern und gleichzeitig Ressourcen zu schonen.

Anerkennung als Ansporn für die Zukunft

Dieser zweite Platz ist in erster Linie eine Anerkennung der Arbeit unserer Teams und Partner. Gleichzeitig bestätigt er eine Überzeugung: Nachhaltigkeit entfaltet dann die grösste Wirkung, wenn sie gleichzeitig ökologischen Mehrwert sowie wirtschaftlichen und funktionellen Nutzen für unsere Kunden schafft.

Unser Ziel ist es deshalb, gemeinsam mit der gesamten Wertschöpfungskette die Entwicklung von Lösungen aus Schweizer Rohstoffen und Nebenprodukten weiter voranzutreiben.

Die Integration der Schweizerische Schälmühle E. Zwicky AG erweitert insbesondere unseren Zugang zu Vollkorngetreide, Ölsaaten und Hülsenfrüchten und eröffnet neue Perspektiven für die Entwicklung der nächsten Generation upgecycelter Zutaten.

GMSA, gestalten wir morgen

Was bisher als Nebenprodukt betrachtet wurde, in eine wertvolle Lebensmittelressource zu verwandeln: So machen wir Kreislaufwirtschaft zu einem konkreten Hebel für Innovation und Leistungsfähigkeit im Dienste unserer Kunden.